Toni Bartl

Den ersten Kontakt zur Musik hatte Toni Bartl als 10-jähriger, als ihm sein Vater Toni Bartl sen. das spielen des Diatonischen Akkordeons beibringen wollte. Doch das Interesse des Sohnemanns an der Musik war damals noch nicht sehr ausgeprägt, umso mehr aber das Interesse an allen möglichen technischen Gerätschaften. Und so war auch die Funktionsweise der Ziehharmonika für ihn nicht uninteressant, was zur Folge hatte, dass nach dem inspizieren des Innenlebens das kleine Balginstrument stur seine Töne verweigerte.

Das Interesse an der Musik kam erst so richtig mit 17 Jahren, dann aber umso ehrgeiziger. 1996 schaffte er es, den Weltmeistertitel der „Diatonischen Ziehharmonika“ vom italienischen Castelfidardo in seinen Heimatort Garmisch-Partenkirchen zu holen.

Eine Wette mit einer Ziehharmonika bei Thomas Gottschalk 1999 wurde kürzlich von einer TV-Zeitschrift zu den sechs besten Wetten aller Zeiten gezählt.

Dass sich Musik und technische Fähigkeiten wunderbar ergänzen können, stellte sich erst viel später heraus. Inspiriert durch seinen Kollegen Toni Grasegger (Veitl), der auf Alltagsgegenständen virtuosen Rhythmus zaubern konnte, war die Idee geboren, eigene Instrumente aus Dingen des täglichen Lebens zu bauen. 1999 entstand so ein Kurzprogramm, welches von einer Eventagentur entdeckt und für einen Hüttenabend gebucht wurde. Im November 2001 hatte dann das abendfüllende Programm „Bairischer Sperrmüll“  mit Toni Grasegger als „Hannesla & Veitl“ Premiere. Nach vielen Auftritten im TV und renommierten Kleinkunstbühnen konnten die Beiden damit 2003 auf dem Münchner Tollwood-Festival den Künstler- und Publikumspreis und in Passau das begehrte Scharfrichterbeil gewinnen. Aus dieser Kleinkunstshow entwickelte sich im selben Jahr das Kurzprogramm „Auto di Takt“ mit Andy Asang, welches besonders in der Autoindustrie für Aufsehen sorgte.